Miasto Białogard » Willkommen in Bialogard

Geschichte

Die archäologischen Untersuchungen haben eindeutig ergeben, dass schon im 8. Jahrhundert zwischen den Flüssen Parseta und Lesnica eine große Bialogarder Burg entstanden war. Bialogard war eine der ältesten Burgen im Pommern. Ursprünglich wurde diese Schutzburg von ca. 70. Menschen bewohnt. Zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert wurde die Burg zur Stammesburg, im 11. Jh. zur Piastenburg und Anfang des 12. Jahrhunderts zur Fürstenburg.

Um das Jahr 972 wurde die Burg samt Pommern durch den polnischen Fürsten Mieszko an die Piastenstaat angeschlossen. So war es bis 1005, als das ganze Pommern dem polnischen König Boleslaw Chrobry den Gehorsam kündigte. Aus dieser Periode sind nur wenige Sehenswürdigkeiten übrig geblieben. Die Spuren der typischen Hakenkonstruktion wurden in den Verteidigungsbefestigungen der Bialogarder Burg entdeckt.

Gallus Anonymus, der die Kriegszüge des polnischen Prinzen Boleslaw Krzywousty gegen Pommern (1102 – 1107) beschrieb, beschreibt ausführlich die sog. „Weiße Stadt" als die zentrale Burg des Landes, die vom „königlichen Glanz" umgeben war. Nach den langen Kämpfen wurde die Stadt durch die Krieger von Boleslaw Krzywousty dem Boden gleich gemacht und verbrannt. Die Bewohner werden die Burg bald wiederaufbauen. An der Burg an dem rechten Flussufer und auf dem Gebiet der heutigen Lokationsstadt hatten sich Handwerkersiedlungen gebildet, was die letzten archäologischen Untersuchungen bestätigen.

Die Kriegshandlungen des Prinzen Boleslaw Krzywousty geben dem Bischof Otto von Bamberg die Gelegenheit, 1124 Bialogard zu besuchen. Bei dem Besuch im Pommern hat er in Bialogard eine Predigt gehalten und eine neue Kirche geweiht. Wahrscheinlich ist das im Bereich der Siedlungen an der Burg geschehen, auf dem Gebiet der heutigen St. Georgs Kirche.

In der Periode der Herrschaft von Boleslaw Krzywousty war Pommern eng an Polen gebunden.

Das erste schriftliche Dokument aus der Stadtgeschichte stammt aus dem Jahr 1159 und unterstreicht die Bedeutung der Burg für die pommerische Wirtschaft und gute Beziehungen zu den Kirchenbehörden.

Die Entstehung der Lokationsstadt im Bereich der heutigen Stadtmauer, der Wasserweg auf dem Fluss „Parseta”, die zentrale Lokalisierung auf dem Salzweg und die Einflüsse des Hansabundes mit seinem Zentrum in Lübeck steuerten zur raschen Entwicklung der Stadt bei. In der Folge wurden der Stadt von dem Boleslaw II am 2. August 1299 die Lübecker Stadtrechte verliehen. Die Bewohner wurden von der Rechtsprechung des Fürsten ausgeschlossen, das Eigentumsrecht der Stadt zu dem Grundbesitz, Gewässer und Wälder wurde bestätigt, das Fürstenzoll wurde aufgehoben und weitgehende Handelsfreiheiten verliehen. Im Jahre 1307 errang die Stadt das Stapelrecht für alle Waren. Seit dieser Zeit beginnt für die slawische und urpommerische Bevölkerung der Germanisierungsprozess, was durch den Zustrom der Kaufleute und Siedler meistens aus dem Westen verursacht wurde. Die rasche wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung bewirkte, dass Bialogard zum Hoflager des Fürsten Warcisław IV wurde.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Stadt mit einer festen, 8 Meter hohen Ziegelmauer umgeben. In dieser Zeit wurde die St. Maria Pfarrkirche und das Rathaus in der Mitte des Marktes aufgebaut.

Dank der Stadt Kolobrzeg wird Bialogard 1386 Mitglied des Hansabundes. Für viele Mitgliedstädte wurde das Bund zur Antriebkraft für ihre Entwicklung und Steigerung der Bedeutung. Die Stadt verlieh den Kaufleuten und ihren Waren den Schutz und schaltete gleichzeitig die Konkurrenz gnadenlos aus.

Die Bewohner der Grenzestädte Bialogard und Swidwin, die unterschiedliche Rechte besaßen, gerieten oft in Konflikt. Die berühmte „Schlacht um eine Kuh" ist ein wichtiges Ereignis dieser Zeiten. Die Ursache für diesen Konflikt war ein Diebstahl: die Swidwiner haben eine Kuh entwendet. Die Bialogarder Kämpfer zogen gegen Swidwin. Zu der Schlacht kam es am 15 Juli 1469 in der Nähe des Dorfes Legi, an der Grenze zwischen Pommern und Mark. Obwohl die Bialogarder die Schlacht verloren, errangen sie den Steigbügel des Führers der Swidiner Truppen. Der Legende nach wurde der Steigbügel in das Hohe Tor (das Po³czynska-Tor) eingebaut. Heute bildet dieses Ereignis die Grundlage zu Begegnungen der Bewohner der beiden Städte, die jedes Jahr mit Turnieren die alten Traditionen pflegen.

Nach der Vereinigung Pommerns von Boleslaw X am Ende des 15. Jahrhunderts und durch das ganze 16. Jahrhundert herrschte in dem Bialogarder Land mäßige Ruhe. In dieser Zeit entwickelte sich Handwerk und Handel. Reiche Handwerker begannen, sich in den Zünften zu einigen. 1534 entsteht die Gilde der Bäcker, 1580 die Gilde der Holzbildhauer und Tuchmacher. Der hohe Lebensstandard bewirkte, dass die Ratsherren ein Gesetz über „Kleidungen, Hochzeiten und Bestattungen” und über die Einführung der Steuern von Luxusgütern verabschiedeten. Der Reichtum des damaligen Bialogard veranschaulicht die 1618 entstandene Stadtzeichnung von Lubinus. Auf dem Plan ist die Bialogarder Panorama mit dem hohen Kirchenturm, das prächtige Rathaus in der Mitte und die prachtvolle, mehrstöckige Fürstenburg zu sehen.

In der Stadt entsteht eine neue Wassermühle, die 1624 von Bogulsaw XIV besucht wird.

In den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) wurde die Stadt durch die kaiserischen und schwedischen Truppen geplündert. Es wurden mehrere Gebäude vernichtet. Seit 1653 gehörte das Bialogarder Land zur Mark Brandenburg.

Als Folge der Verwaltungsreform 1724 wurde Bialogard zur Kreisstadt im Stettiner Regierungsbezirk. Zum Gebiet des Bialogarder Kreises gehörte die Biologarder Domäne (landesherrliches Gut), die Ritter- und Vermögensgüter mit Polczyn und Umgebung. Dieses Verwaltungssystem dauerte bis 1815 fort.

In den Zeiten des Siebenjährigen Krieges (1756 – 1763) wurde das Bialogarder Land, so wie das ganze Pommern, zum Gegenstand der Kämpfe und Verhandlungen zwischen den schwedischen und preußischen Truppen. In den Jahren 1758 – 1760 wurde Bialogard mehrmals durch die russischen Truppen geplündert und verbrannt.

In seiner Geschichte erlebte Bialogard mehrmals Hochwasser und Brände. Gleich nach dem Krieg kam es zu einem der größten Brände in der Stadt. Das vom 13. bis zum 14. Juli1765 wütende Feuer vernichtete vollständig das Zentrum und die Vorstadt. Nach dem Brand entsteht im August 1795 der erste Stadtplan von Bialogard. Der Stadtplan wird nach dem Verfassernamen als der „Ackermannische Plan" bezeichnet. Es ist der älteste, der Nachwelt überlieferte, Stadtplan, der heute zu sehen ist.

Das 19. Jahrhundert bringt rasche Entwicklung im Bereich der Technik mit sich. Am 20. November 1858 hält in Bialogard der erste Dampfzug aus Koszalin an. Im nächsten Jahr wird der Bialogarder Bahnhof zum Verkehrsknoten. Die neue Bahnstrecke von Bialogard zu Kolobrzeg wird in unserer Stadt von dem Fürstenregenten, dem späteren KaiserWilhelm I., eröffnet. Bialogard wird auch zur Garnisonstadt für das 11. Dragonerregiment (Regiment der leichten Reiter), das in den Kasernen an der heutigen Kolobrzeska-Straße stationierte.

Aus der Geschichte der Stadt Bialogard::

  • die erste Post (1815 )

  • die erste Zeitung „Belgarder Kreisblatt” (1853 )

  • die erste Funktelegrafenstation (1866 )

  • die erste Oberschule – ein Gymnasium (1868 )

  • Entwurf und Anfang der Bauarbeiten an dem ersten Gaswerk (1875 )

  • Herausgabe der ersten Stadttageszeitung „Belgarder Zeitung”( 1878 )

  • das erste Telefonapparat in dem Postgebäude (1896 )

  • Ausbau des Gaswerks, Beleuchtung der Stadt mit 130 Gaslaternen (1898 )

  • Enthüllen des Denkmals von dem Kaiser Wilhelm I am Stadtmarkt (1898 )

Das 20. Jahrhundert:

  • Gebäude der Kreisbehörden – des heutigen Stadtamtes (1905 )

  • Eröffnung der Kleinspurbahn Bia³ogard – Bobolice (1905 )

  • Anfang der Bauarbeiten an der Stadtentwässerung (1906 )

  • Dampfkraftwerk mit der Zielleistung von 18.290 kW (1910 )

  • Anfang der Elektrifizierung der Stadt (1911 )

  • Renovierung der St. Maria Kirche, die jedoch in dem Ersten Weltkrieg Schaden erlitt. Vier Kirchenglocken aus Bronze wurden zur Munition umgeschmolzen. Erst nach dem Krieg wurden von den Bialogardner drei neue Stahlglocken gekauft. (1912 )

  • Besuch von Paul von Hindenburg (1919 )

  • Eröffnung des Landesmuseums in dem Hohen Tor (1924 )

  • Anfang der Bauarbeiten an dem Landeskrankenhaus – heute der Sitz der Kinderabteilung (1927 )

  • Ende der Bauarbeiten an den Wasserleitungen, dem Wasserturm und Kläranlage. Inbetriebnahme der Kläranlage für städtische Abwässer (1927 )

  • Eröffnung einer Berufsschule - heute Berufliches Schulzentrum (1928 )

  • Eröffnung des Stadtalterheims – heute Zwyciêstwa-Straße 19 (1931 )

  • das neue Sportkomplex an der heutigen Moniuszki-Straße (1933 )

  • Ende der Bauarbeiten an dem Stadtkrankenhaus – heute das Hauptgebäude des Krankenhaues (1935 )

  • Inbetriebnahme der Kasernen an der heutigen Zwyciêstwa-Straße (1935)

  • Anfang der Bauarbeiten an den Kasernen an der Po³czyñskia-Weg und dem Lazarett an der. Chopina-Straße (1936 – 39 )

  • Einmarsch der sowjetischen und polnischen Truppen in Bialogard (4-5 März 1945 )

  • Auflösung des Landesmuseums (1952 )

  • Bau der neuen Grundschulen:

  • an der Grunwaldzka-Straße (1956 )
  • an der Swidwiñska-Straße (1960 )
  • an der Chopina-Straße (1965 )
  • Ausmarsch der sowjetischen Truppen aus der Stadt (1992 – 1993 )

  • Feierlichkeiten anlässlich des 700. Jahrestages zur Verleihung der Stadtrechte in Anwesenheit des polnischen Präsidenten (1999 )

  • Eröffnung des Museums in dem restaurierten Alten Rathaus (2004 )
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